Damals ist Friedhelm Krämer vielleicht acht, neun, zehn Jahre alt und sitzt auf dem Gepäckträger seines Vaters. Sie fahren zum Einkaufen nach Siegen. Zu Tchibo. Dort gibt es frischen Kaffee für den Vater und Kakao für Friedhelm. Aber erst zum Bahnhof Au (Sieg) und von dort dann weiter mit dem Schie-Stra-Bus.
Die Bahnhofswaage gehört zu Friedhelm Krämers Erinnerungen an seine Reisen raus aus und zurück nach Au (Sieg): Für zehn Pfennig zeigt sie erst das Gewicht an und druckt es kurz darauf auf weißen Karton. Nach den Einkaufsfahrten stellt sich Friedhelms Vater mit seinem Sohn und den zwei schweren Einkaufstaschen auf die Plattform. Zusammen wiegen sie „312 halbe Kilo“, steht auf dem Zettel, den die Waage ausspuckt.
