Auf die Frage, warum er jahrzehntelang das Leben rund um den Bahnhof dokumentierte, antwortet Horst Moog: „Leidenschaft will ich gar nicht so sagen. Mir war daran gelegen, zu bewahren, was war.“ Dann beginnt er zu blättern: Alte Dampfloks im Bahnhof Au, Stellwerke, Schienenbusse, Bahnsteige, Unterführung, Elektrifizierung, Güterabfertigung, Schalter, Wartesäle, Umbauarbeiten. Alles hat Horst Moog über die Jahrzehnte gesehen und dokumentiert. Lange nicht nur hier in Au, aber eben auch in Au – ein Bahnhof, nicht als einzelne Ansicht, sondern als Teil einer Lebensgeschichte aus Bildern, aus Stunden an den Gleisen, zusammengehalten von ganz viel Geduld.
Horst Moog weiß, dass Erinnerung Identität bedeutet. In seinem Archiv hat er Geschichte eingefangen und Momente festgehalten, ohne dass ihn jemand darum gebeten hätte – einfach weil es wichtig ist, dass es einer macht. Über 1400 Bilder von Zügen, Bahntechnik, Umbauarbeiten, Jubiläen – allein aus Au. Es ist eine reich bebilderte Chronik des Bahnhofes und seiner Umgebung. Wir konnten unser Glück kaum fassen, als Horst Moog sich dazu entschied, uns sein Archiv zu überlassen.
