„Die Fahrkarten, bitte!“ ist ein Satz, den fast alle kennen, die mal Bahn gefahren sind. Vielleicht hast du den Satz sogar schon mal gehört und es ist dir eiskalt den Rücken hinuntergelaufen. Wie dem auch sei: „Die Fahrkarten, bitte!“ ist nicht nur Urschrei der Bahner, sondern auch ein Ritual – das Lochen der Karte vor dem Bahnsteig und die Aufregung, die damit verbunden ist. Die Mütze, der Entwerter, der Ruf: Alles ist ein bisschen Amt und ein bisschen Theater. Dieses alte Bahn-Ritual wird noch einmal gefeiert.
„Die Fahrkarten, bitte!“, lassen wir hier noch einmal aufleben.
Die Mütze, der Entwerter, der Ruf: Alles ist ein bisschen Amt und ein bisschen Theater. Wer mitmacht, kontrolliert nicht wirklich, sondern probiert eine Geste aus, die früher zum Reisen gehörte. Eine Fahrkarte war nicht nur Papier. Sie war Erlaubnis, Versprechen, manchmal auch ein kleines Hindernis auf dem Weg zum Zug. Die Bahn-Mütze hat uns Marianna Siems gebracht. Es ist die Mütze ihres verstorbenen Mannes. Und, hat sie uns erzählt: „Er hat sie nie getragen. Er fand sie so unbequem, dass er sie nicht ein einziges Mal auf dem Kopf hatte!“
